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Auswahlhilfe

Auswahl einer Labor-pH-Elektrode für die Probe

Auswahl von Laborelektroden: Anschluss, Referenzsystem, Diaphragma, Temperatur und Probentyp. Warum reicht die Übereinstimmung des BNC nicht aus?

Kovács István · Experte für elektrochemische Messgeräte2 Minuten Lesezeit
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Auswahl einer Labor-pH-Elektrode für die Probe

In einem Labor-pH-Messsystem stellt die Elektrode die Verbindung zwischen dem Messgerät und der Probe her. Ein passender Anschluss ist eine notwendige Voraussetzung, belegt aber für sich genommen nicht, dass die Sonde für die jeweilige Messung geeignet ist. Die Probe, die Bauform und der Wartungsaufwand müssen gemeinsam berücksichtigt werden.

Beschreiben Sie zunächst die Probe

  • Flüssigkeit, dichte Suspension oder ein anderer physikalischer Zustand?
  • Welcher pH- und Temperaturbereich ist zu erwarten?
  • Sind Proteine, Fette, Lösungsmittel oder Bestandteile vorhanden, die das Referenzdiaphragma verstopfen könnten?
  • Welches Probenvolumen und welche Eintauchtiefe stehen zur Verfügung?
  • Arbeiten Sie mit einem Medium mit niedriger Leitfähigkeit oder einem anderen schwer zu messenden Medium?

Diese Beschreibung hilft bei der Auswahl mehr als die allgemeine Bezeichnung „Labor“ oder „professionell“. Die Elektrode muss innerhalb ihrer chemischen und thermischen Grenzen bleiben, und auch ihre Reinigung muss durchführbar sein.

Hauptaspekte der Bauform

DetailWarum ist das wichtig?
Sensorglas und GeometrieBeeinflusst den Kontakt mit der Probe, den Messbereich und die mechanische Belastbarkeit.
DiaphragmaDie Verbindung zwischen Referenzsystem und Probe; wichtig aufgrund des Verstopfungsrisikos und der Probenzusammensetzung.
Referenzsystem und innerer ElektrolytKompatibilität, mögliche Wechselwirkungen mit der Probe und Wartung.
Nachfüllbare oder geschlossene AusführungUnterschiedliche Wartungsabläufe; eine geschlossene Sonde darf nicht eigenmächtig geöffnet werden.
TemperaturerfassungEingebaute oder separate Sonde, passender Geräteanschluss und Einstellung.

BNC-Anschluss: notwendig, aber nicht ausreichend

Zwei Elektroden mit BNC können zwar physisch anschließbar sein, dennoch können sich das Referenzsystem, die Anwendbarkeit und die Temperaturmessung unterscheiden. Stimmen Sie auch den Geräteeingang, den Elektrodentyp und die Kompatibilität des Temperaturfühlers ab. Ein separater Temperaturfühler muss in der Nähe der Elektrode ordnungsgemäß in der Probe verwendet werden.

Die AD1131B Elektrode mit Glasschaft und die IJ-44C sind Lösungen mit unterschiedlicher Bauform. Letztere wird für verschmutzte Proben angeboten, was jedoch keine uneingeschränkte Eignung bedeutet. Auch für das AD1020 muss eine für die Aufgabe geeignete Sonde ausgewählt werden.

Fordern Sie ein Angebot für das komplette Wartungsset an

Klären Sie neben der Elektrode auch die passenden Puffer, die Aufbewahrungslösung und die gezielte Reinigung. Bei nachfüllbaren Typen ist auch die genaue Zusammensetzung des inneren Füllelektrolyten wichtig; die Aufbewahrungslösung darf nicht automatisch in das Innere gefüllt werden. Der Elektrodenhalter, die Kabellänge und das Messgefäß beeinflussen ebenfalls die tägliche Nutzbarkeit.

Nach Erhalt einer neuen Elektrode

Identifizieren Sie die Artikelnummer, bereiten Sie sie gemäß dem Handbuch vor, kalibrieren und verifizieren Sie sie anschließend. Der Test sollte nicht nur aus Pufferlösungen bestehen: Überprüfen Sie die Verwendbarkeit auch in der tatsächlichen Probe mit Ihrem eigenen Verfahren. Ein dokumentiertes Ergebnis, das den Anforderungen entspricht, ist entscheidend. Für ein bereits vorhandenes Messgerät hilft die Checkliste für Ersatzelektroden bei der Bestellung.

Quellen und weitere Lektüre

Das Titelbild ist eine mit künstlicher Intelligenz erstellte Illustration.

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